Winterklausur: Eine Gemeinschaftsreise

Raus aus dem Alltäglichen geht es am Freitag ins Allgäu – für viele ist es die erste Reise seit langem, andere finden mal wieder Ruhe fernab von urbanen Stressoren. Bewusst suchen wir den Tapetenwechsel, verlassen unser gewohntes Umfeld und fahren hinaus in die Natur, in den Schnee um uns in neuer Umgebung näher oder überhaupt kennenzulernen. Einige arbeiten/wohnen seit Jahren zusammen, andere sind neu im Hotel.
Nafurahi kukutara na wewe! I am happy to meet you!

 

Einblicke ins Hütten-Tagebuch

Einblicke ins Hütten-Tagebuch

Ob es getrennte Schlaf- und Waschbereiche gibt, möchte unsere Freundin aus dem Irak wissen. Erfahrungen, die als Sorgen mit in neue Lebenssituationen transportiert werden. Später teilen sich zehn Frauen aus sechs verschiedenen Ländern das Matratzenlager »Adlerhorst« in der Alpenvereinshütte. Eine vielen bekannte Situation in einer nicht alltäglichen Konstellation.

Eine zurückhaltende Frau aus Kabul blickt auf die krizelnden Kinder. Sie weint. Warum weinst du? Ihr jüngster Sohn erkennt sie bei Skypegesprächen nicht mehr als seine Mutter. Farhad und seine Brüder musste sie bei ihrer Schwester zurücklassen. Das Wandern im frischen Schnee ist wie auf Wolken zu gehen. Wir fallen, lachen und gehen weiter. Are you o.k.? It’s nothing else but enjoyable.

Tagebuch-Auszüge aus Kinderwelten

Tagebuch-Auszüge aus Kinderwelten

Die Kinder wollen eine Geschichte hören von Rapunzel, der Prinzessin, Aschenputtel und dem Löwenkönig Simba. Am Ende haben die Märchen-Ladies den Löwen gefangen und kurze Haare. Ist es okay, denen so eine Genderstory zu erzählen?

Abends machen wir ein Feuer vor dem Haus. Es erinnert an Freundschaften in der Heimat, auf Reisen und schafft einen Raum für Mensch zu Mensch im Hier und Jetzt. Aus der Stube schallt buntes Liedgut. Die nonverbalen Klassiker – Feuer und Musik: fast ein bisschen Idylle. Darf auch mal sein.

Die flüchtigen Momente von Frieden. Das ist Marija. Sie lebte mit ihrer jüngeren Schwester und ihren Eltern im Grandhotel Cosmopolis. Am Mittwoch mussten sie Augsburg verlassen und zurück nach Mazedonien kehren.

Die flüchtigen Momente von Frieden. Das ist Marija. Sie lebte mit ihrer jüngeren Schwester und ihren Eltern im Grandhotel Cosmopolis. Am Mittwoch mussten sie Augsburg verlassen und zurück nach Mazedonien kehren.

Die Perspektiven auf geteilte Erlebnisse sind verschieden, Bilder der Begegnungen flüchtig. Wie können wir sie mit dir teilen, sodass Vielfalt und Unterschiedlichkeit annähernd sichtbar werden?